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Denkmal

Ehrung, Erinnerung, Mahnung: Das Denkmal der Exekutive

wurde nach zweijährigen Bemühungen des KSÖ um die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte für jene Angehörigen der Sicherheitsexekutive, die seit Wiedererrichtung Österreichs im Jahre 1945 in Ausübung ihrer Pflicht zu Tode gekommen waren, am 2 .Mai 2002 am Heldenplatz in Wien aufgestellt.

Es ist den „Opfern in Erfüllung der Pflicht – den im Dienst getöteten Polizisten und Gendarmen gewidmet.“

Alle Namen jener Exekutivbeamten, die in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben lassen mussten, finden Sie im Gedenkbuch.

Entstehung

Der Weg zur Errichtung des Denkmals der Exekutive

von Mag. Michael Sika (der ehemalige Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Bundesministerium für Inneres ist Präsident des Kuratorium Sicheres Österreich – KSÖ)

Die Idee der Errichtung eines Exekutivdenkmals trat am 10. Mai 2000 in eine entscheidende Phase, als mich Innenminister Dr. Ernst Strasser im Zuge eines Gespräches fragte, ob sich das Kuratorium Sicheres Österreich einem derartigen Projekt widmen könne. Ich war von dieser Idee sehr angetan und sagte spontan zu.

Realisierung des Denkmalprojektes

Diese Zusage war Anstoß zu den zweijährigen Bemühungen des Kuratoriums um die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte für jene Angehörigen der Sicherheitsexekutive, die seit Wiedererrichtung Österreichs im Jahre 1945 in Ausübung ihrer Pflicht zu Tode gekommen waren.

Vom ersten Tag an wurde die Realisierung des Denkmalprojektes neben der Ausrichtung der jährlichen „Sicherheitstage“ zur Topaufgabe des KSÖ, auf die sich alle Anstrengungen konzentrierten. Diese waren aber auch nötig, um das Vorhaben in einem vernünftigen Zeitrahmen umsetzen. Viele Hürden mussten auf diesem Weg überwunden werden und so manche unliebsame Überraschung durchkreuzte die ambitionierten Pläne.

Die vordringlichste Aufgabe war, einen würdigen Standort für das Denkmal zu finden. Die ursprüngliche Idee einer Gedenkstätte auf dem Wiener Zentralfriedhof wurde rasch verworfen. Sie sollte besser an einem zentralen Punkt der Stadt errichtet werden, um das Bewusstsein des opfervollen Einsatzes der Exekutive in der Bevölkerung ständig wach zu halten und nicht nur auf den Allerheiligentag zu reduzieren. Erster Vorschlag war der Minoritenplatz – wegen der Nähe zum Innenministerium und der repräsentativen Lage.

Als zweiter Schritt wurde begonnen, ein Team zu bilden, das die vielfältigen Aufgaben arbeitsteilig bewältigen sollte. Es gelang, das bewährte Architektenduo Vater und Sohn, Prof. Architekt Hannes Lintl und Dipl.Ing. Architekt Christian Lintl für die Mitarbeit zu gewinnen, was sich in der Folge für das Projekt als überaus vorteilhaft erweisen sollte.

In den Monaten Juni und Juli 2000 gab es erste Kontakte mit dem Wiener Magistrat, in denen Klarheit über die prinzipiellen Erfordernisse bei der Errichtung eines Denkmals geschaffen wurde. So war es möglich, einen ersten Aufgabenkatalog und einen provisorischen Zeitplan zu erstellen.

Am 30. August 2000 suchte eine kleine Delegation, der neben dem „Kernteam“ (Präsident Mag. Michael Sika, Generalsekretär Alexander Hirschfeld, Architekten Prof. Hannes und DI Christian Lintl) auch noch Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl und der Exekutive Seelsorger Mag. Martin Müller angehörten, den Bezirksvorsteher für den 1. Bezirk, Dr. Richard Schmitz, auf, um seine Zustimmung für das Projekt zu gewinnen. Dr. Schmitz zeigte sich von diesem Vorhaben angetan und war auch mit dem vorgesehen Standort einverstanden.

Bei dieser Besprechung wurde vereinbart, dass sich Dr. Stiedl um eine Auflistung der Polizeiopfer und Mag.Müller um eine Kontaktnahme mit der Erzdiözese kümmern sollten, während es die Architekten übernahmen, grafische und fotografische Vorarbeiten zu leisten.

Weiters wurde mit der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit Kontakt aufgenommen und ersucht, insbesondere auch die Gendarmerieopfer erfassen zu lassen.

Am 6. September 2000 fand im Generalsekretariat des KSÖ im Bundesministerium für Inneres eine Sitzung des Kernteams statt, bei der von einer vorläufigen Opferzahl von mehr als 320 ausgegangen und von den Architekten darauf hingewiesen wurde, dass der geplante Aufstellungsort auf dem Minoritenplatz für den Platzbedarf eines Festaktes größenmäßig nicht ausreiche. Als Alternative wurde von ihnen der Heldenplatz vorgeschlagen.

Der Heldenplatz

Damit erhielt das Projekt eine neue Dimension – ist doch der Heldenplatz ein sensibler, geschichtsträchtiger Ort, mit dem vor allem in denkmalpflegerischer Hinsicht sorgsam umgegangen werden muss. Andererseits aber auch ein zentraler Platz der Begegnung und vor allem Stätte des Gedenkens an österreichische Helden der verschiedensten Zeitepochen. Daher gewiss in besonderem Maße geeignet, jener Exekutivbeamten zu gedenken, die für die Erhaltung der Sicherheit in unserem Land ihr Leben gegeben haben.

Allerdings wurde durch die Wahl des Heldenplatzes als Aufstellungsort des Denkmals unsere Aufgabe nicht gerade erleichtert. Burghauptmannschaft und Bundesdenkmalamt mussten für die Idee gewonnen werden, die Verquickung von Interessen des Bundes und des Landes Wien bedeutete eine weitere Hürde.

Am 5. Oktober 2000 wurde nach Beratung mit einem Experten des Magistrats die weitere Vorgangsweise beschlossen: So sollte eine Expertenjury gebildet und eine geladene Ausschreibung durchgeführt werden, die eine genaue Auflistung der Vorgaben an die Künstler samt Kostenrahmen enthalten sollte. Weiters wurde festgelegt, dass ich mit Vizebürgermeister Dr. Görg und Stadtrat Dr. Marboe informelle Gespräche führen sollte, nach dem Bürgermeister Dr. Häupl schon durch Bundesminister Dr. Strasser über den Fortgang der Realisierung dieser gemeinsam entwickelten Idee zur Errichtung eines Exekutivdenkmals informiert worden war.

Es wurden ferner Gespräche mit der Burghauptmannschaft Österreich und dem Bundesdenkmalamt geführt und ein erster Plan für die Sponsorensuche ausgearbeitet.
Im Oktober 2000 erfolgte die Information dieser Bundesdienststellen durch den Generalsekretär – und das erste Echo war zurückhaltend bis ablehnend.

Am 27. Oktober sprach ich dann in Begleitung des Generalsekretärs bei Burghauptmann DI Wolfgang Beer vor. Dabei gelang es, die Skepsis des Hofrates zu zerstreuen und ihn für die Denkmalidee einzunehmen.

Am 31. Oktober 2000 folgte schließlich ein Gespräch mit Sektionsleiter Dr. Theodor Thanner, dem kunstsinnigen Präsidialchef des Innenministeriums. Ich informierte ihn über den Stand des Projektes und ersuchte ihn, dem Auswahlkomitee als Vertreter des Ministeriums beizutreten. Dr. Thanner sagte zu und bot sich darüber hinaus an, bei der Expertensuche behilflich zu sein.

Am 9. November suchte ich mit dem Generalsekretär den Kanzler des Militärordinariates, Msgr. Hofrat Prof. Mag. Dr. Alfred Sammer, der von Dr. Thanner als Experte empfohlen worden war, in seinem Büro auf. Auch Dr. Sammer erklärte sich spontan zur Mitarbeit bereit.

Am 14. und 16. November besuchte ich Vizebürgermeister DDr. Görg und Kulturstadtrat Dr. Marboe und informierte sie über das Denkmalvorhaben. Beide sagten ihre Unterstützung zu.

Schließlich fand am 11. Dezember eine erste Arbeitssitzung im Innenministerium statt. Dabei wurde festgelegt, wer zur Mitarbeit im Komitee noch eingeladen werden sollte. An Dr. Thanner erging das Ersuchen, eine gemeinsame Presseerklärung des Ministers und des Landeshauptmannes von Wien zu initiieren. Sozusagen als Startschuss und Starthilfe für die Sponsorensuche.

Damit war in diesem ersten halben Jahr die Grundlage für eine erfolgreiche Realisierung des Denkmalprojektes gelegt worden. Die ersten Hürden waren genommen und vor uns schien nur mehr eine Gerade bis zum Ziel zu liegen. Eine sehr lange Gerade, wie sich allerdings weisen sollte …

Die Zielgerade

Das Jahr 2001 stand im Zeichen der Entscheidung über die Gestaltung des Denkmals und der intensiven Suche nach Sponsoren.

Bereits am 11. Jänner 2001 trat das Komitee, nunmehr in voller Besetzung, zur ersten und konstituierenden Sitzung zusammen. Als Experten waren dem Komitee – neben SC Dr. Thanner, Burghptm. DI Beer, den Architekten Lintl, Hofrat Dr. Sammer und meiner Person als Präsident des KSÖ – noch Univ.Prof. Köb, der spätere Leiter des Museums Moderner Kunst, Arch. Prof. Holzbauer und OSR DI Pal beigetreten. Generalsekretär Hirschfeld sollte die Geschäftsführung übernehmen.

Zur Strukturierung des Komitees wurde Prof. Köb zu dessen Vorsitzenden gewählt, der Präsident des KSÖ zu seinem Stellvertreter. Weiters wurde die Frage ventiliert, welche Künstler zur Gestaltung von Entwürfen im Rahmen der Ausschreibungen eingeladen werden sollten, wobei es Arch. Lintl jun. Übernahm, eine Erstfassung der Ausschreibung zu formulieren.

Am 1. Februar erfolgte eine Endredigierung des Ausschreibungsentwurfes. Am selben Tag gab Bundesminister Dr. Strasser anlässlich einer Trauerfeier in der Wiener Rossauerkaserne für zwei durch einen Drogenlenker getötete Polizisten der Bundespolizeidirektion Wien das Denkmalprojekt öffentlich bekannt und eröffnete damit die Kampagne des KSÖ zu Sponsorensuche.

In den folgenden Monaten wurden fast 400 vom Minister und dem KSÖ-Präsidenten unterzeichnete Briefe an Einzelpersonen, Institutionen und große Firmen mit dem Ersuchen um Unterstützung des Denkmalprojektes übersandt. Es gab erfreulich viele Zusagen und es konnten letztlich Sponsorengelder in der (bisherigen) Gesamthöhe von 340.000 € (über 4,6 Mio. ÖS) gesammelt werden. Dieses Buch listet alle Sponsoren auf und verbindet damit den Dank des Innenministers, der Hinterbliebenen der Opfer aus den Reihen der Exekutive, der Mitglieder der Bundesgendarmerie und Bundespolizei und nicht zuletzt des Kuratoriums Sicheres Österreich.

Es muss allerdings schon auch in einem Satz darauf hingewiesen werden, dass eine Veröffentlichung der Liste derer, die sich im Alltag so gern als große Freunde der Exekutive aufspielen und die dann unter oft fadenscheinigen Gründen eine Beteiligung an der Finanzierung des Denkmals der Exekutive abgelehnt haben, nicht minder aufschlussreich wäre.

In der 2. Jurysitzung am 14. Februar wurden die Endredaktion der Ausschreibung vorgenommen und die Künstler ausgewählt, die zur Beteiligung an der Gestaltung eines Exekutivdenkmals eingeladen werden sollten.

Als Zeithorizont wurde Anfang September für die Entscheidung der Jury vereinbart.
Während die Ausschreibung lief, verstärkte Generalsekretär Hirschfeld seine Bemühungen, Spendengelder für die Realisierung des Denkmalprojektes zu lukrieren. Es ist, das sei hier ausdrücklich festgehalten, in erster Linie seinem unermüdlichen Einsatz zu verdanken, dass das Gesamtvorhaben so zielstrebig vorangetrieben wurde und in relativ kurzer Zeit die gesamten Errichtungskosten in den Denkmaltopf flossen! Eine beachtliche Leistung, die auch der Herr Bundesminister Dr. Strasser bei mehreren Gelegenheiten öffentlich würdigte.

Am 3. September trat die Jury im Innenministerium zu ihrer Auswahlsitzung zusammen. Folgende Künstler hatten Entwürfe eingereicht und Gelegenheit, ihre Ideen mündlich zu vertreten und an Hand von Modellen zu veranschaulichen: Oskar Höfinger, Franz Pichler, Peter Sandbichler, Florian Schaumberger, Nita Tandon, Jochen Traar, Erwin Wurm.

Die eingereichten Entwürfe waren ausnahmslos von guter Qualität und zeigten, dass sich die Künstler eingehend mit der Problematik des Exekutivdienstes und der Symbolhaftigkeit eines derartigen Denkmals auseinandergesetzt hatten.

Nach eingehender Beratung erfolgte der einstimmige Jurybeschluss zugunsten des eingereichten Entwurfes von Mag. Florian Schaumberger. An dieser Arbeit bestachen die Schlichtheit der Form, die trefflich an das Erscheinungsbild des Burgtores angepasst war, die wuchtige Symbolik der Komposition und die unprätentiöse Wahl des Materials. Das ausgewählte Modell wurde in der Folge dem Herrn Bundesminister vorgestellt und fand seine ungeteilte Zustimmung.

Am 18. Oktober präsentierte sich Innenminister Dr. Strasser und die Landeshauptleute Dr. Häupl und Dr. Pröll – als Vorsitzender der Länderkonferenz – mit dem Modell des Denkmals bei einem Fototermin auf dem ins Auge gefassten Bauplatz.
Am 16. Dezember begann die Bautätigkeit mit Aufstellung der Bautafel. Am 12. Dezember erfolgte bei mittlerweile einsetzendem Winterwetter die Vorstellung der Bautafel für Projektbeteiligte, Sponsoren und Medienvertreter in Anwesenheit des Herrn Bundesministers.

Noch vor Weihnachten 2001 – nämlich von 18.-20. Dezember – wurde auf dem künftigen Standort des Denkmals als Vorbereitung für die Fundamentarbeiten eine Probebohrung bis in eine Tiefe von 15 m durchgeführt. Sie ergab in der Auswertung den Befund, dass es sich bei dem Untergrund um eine Ziegelaufschüttung handelte, die nach Sprengung der Bastei vorgenommen worden war. Bis etwa 6 m Tiefe war die Aufschüttung stark durchfeuchtet, was beim Gewicht des Denkmals eine stärkere Dimensionierung des Fundaments notwendig erscheinen ließ.

Alle Bauvorbereitungen und Baumaßnahmen wurden in vorbildlicher Weise durch DI Lintl veranlasst, der das Projekt umsichtig und sehr engagiert begleitete. Ihm und seinem Vater kommt in besonderer Weise das Verdienst zu, das Vorhaben zu einem Erfolg begleitet zu haben, was an dieser Stelle aus Sicht des KSÖ dankbar festgestellt wird.

Ende 2001 waren wesentliche Ziele erreicht: Der Entwurf stand fest, die technischen Vorbereitungen zum Baubeginn waren abgeschlossen, eine solide finanzielle Basis gefunden. Was hier in geraffter Form dargestellt wird, hat in Wahrheit für die Mitglieder des Kernteams, wie man sich vorstellen kann, einen unglaublichen Zeitaufwand und oft mühselige Kleinarbeit bedeutet. Einige Male hatten wir auch den Amtsschimmel über den Heldenplatz galoppieren gesehen. Und all die „Zaungäste“ des Projekts irrten, wenn sie annahmen, es habe sich dabei bloß um „ausgegliederte“ Lipizzaner gehandelt…

Im Frühjahr 2002 ging es dann Schlag auf Schlag. Betrauung der Fa. MCE Voest mit der Herstellung des Denkmals und Transport nach Wien, Vergabe der Fundamentierungsarbeiten an die jeweils bestbietenden Firmen, Oberflächengestaltung, Vorbereitung des Festaktes auf dem Heldenplatz… Am 19. April begab sich eine Gruppe von Projektbeteiligten, Sponsoren und KSÖ-Funktionären über Einladung der Fa. MCE Voest zur Besichtigung des mittlerweile fast fertig gestellten Monuments nach Linz. Wir sahen die beiden mächtigen Stahlblöcke erstmals in voller Größe und waren tief beeindruckt.

Am 2. Mai wurden die holzverschalten Objekte nach Wien transportiert und auf das Fundament aufgesetzt.

Der Monat Mai blieb für die Gestaltung der unmittelbaren Umgebung des Denkmals, für die Verlegung der extra angefertigten, monumentalen Bodenplatten sowie der Inschriftenplatte.

„OPFER IN ERFÜLLUNG DER PFLICHT – DEN IM DIENST GETÖTETEN POLIZISTEN UND GENDARMEN GEWIDMET“.

Weiters wurde eine Inschriftentafel mit den Namen der Hauptinitiatoren und Sponsoren aufgestellt. Nach Aufstellung der Objekte konnte auch mit Beleuchtungsversuchen begonnen werden, um eine unauffällige und den Ansprüchen des Denkmalschutzes entsprechende Illumination zu installieren.

Daneben liefen die letzten Bemühungen, in der Krypta des Burgtores einen PC aufzustellen, um Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit zu bieten, alles Wissenswerte über Opfer und Gedenkstätte abzurufen. Das vorliegende Buch komplettiert unsere Bemühungen, der Öffentlichkeit erstmals eine lückenlose Darstellung des Einsatzes jener Männer der Sicherheitsexekutive vorlegen zu können, die für Freiheit, Sicherheit und Lebensqualität in unserem Land ihr Leben geben mussten.

Ein ehernes Monument

Aber auch nach Enthüllung des Denkmals wird die Arbeit nicht zu Ende sein. In Absprache mit dem Bundesdenkmalamt soll eine Möglichkeit gesucht werden, in der näheren Umgebung des Denkmals die Namen der Opfer auf Tafeln zu verewigen, wie das dem Wunsch des Herrn Bundesministers Dr. Ernst Strasser entspricht. Dazu müssen allerdings noch zusätzliche finanzielle Mittel aufgetrieben werden.

Die feierliche Enthüllung des Denkmals ist zu Ende gegangen. Der Festplatz leert sich. Zurück bleibt ein ehernes Monument als Zeichen der unerschütterlichen Treue der Sicherheitsexekutive zur Republik und als Symbol der Bereitschaft unserer Polizei- und Gendarmeriebeamten, für Sicherheit und Ordnung in diesem Land auch das Leben zu geben.

Danksagung

Ehrung, Erinnerung, Mahnung: Das Denkmal der Exekutive am Heldenplatz.

von Bundesminister Dr. Ernst Strasser

Der Einsatz von Polizei und Gendarmerie für unsere Sicherheit hat ein ebenso ehrendes wie bleibendes Zeichen gefunden: das Denkmal der österreichischen Exekutive am Heldenplatz.

Jeder unserer bislang 358 Kollegen, die im Dienst ihr Leben gelassen haben, ist ein unersetzlicher Verlust. Jeder von ihnen hat Einsatz und Pflichtbewusstsein in einem Ausmaß gezeigt, dem unser Land nicht nur kurzen Dank, sondern nachhaltigen Respekt und ehrendes Andenken zollen muss.

Sie alle gaben für unser Land ihr Leben.

Sie wurden ihren Familien und Freunden entrissen, die mit dem Verlust und der Trauer schließlich weiterzuleben hatten. Doch der Verlust trifft uns alle. Zwar nicht mit jener schmerzvollen Unmittelbarkeit, welche die Angehörigen zu ertragen haben, aber in einer mahnenden Weise: Friedliches Zusammenleben ist nicht einfach Selbstverständlichkeit. Die Sicherheit eines Landes ist immer wieder herausgefordert. Sicherheit kostet nicht nur Geld, sondern fordert auch Opfer, die unkalkulierbar sind – und unermesslich bleiben.

Jene, derer wir hier am Heldenplatz gedenken, versahen ihren Dienst für uns – sie haben alles für unser Land gegeben. Dafür gebührt ihnen unsere Ehre und unsere bleibende Erinnerung.

Mein Dank gilt all jenen, ohne die dieses Mahnmal nicht verwirklicht worden wäre:

dem Kuratorium Sicheres Österreich mit Präsident Mag. Michael Sika, das von der Idee bis zur Realisierung das Projekt Wirklichkeit werden ließ, und Generalsekretär Alexander Hirschfeld. Der Jury unter Prof. Dr. Engelbert Köb. Den Landeshauptleuten von Wien und Niederösterreich, Dr. Michael Hwäupl und Dr. Erwin Pröll. Dem Architekt DI Christian Lintl und dem Künstler Mag. Florian Schaumberger sowie allen Sponsoren.

Nur wer vergessen wird, ist endgültig tot. Sie alle haben ein Denkmal ermöglicht, damit unsere Kollegen nicht vergessen werden, die ihr Leben für unsere Sicherheit gaben. Ich danke Ihnen.