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Sicherheitstipps – Einbruch – ein Bruch?

Einbrecher suchen immer den Weg des geringsten Widerstands. Sie schlagen zum Beispiel Fenster und Türscheiben im Erdgeschoss ein oder klettern auf leicht erreichbare Balkone, Terrassen und Dächer. Oft nutzen sie die Unvorsichtigkeit von Bewohnern aus, indem sie eine Wohnung oder ein Haus durch eine unverschlossene Tür betreten oder über ein offenes Fenster in die Wohnung einsteigen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Hindernisse dem Einbrecher in den Weg gelegt werden, desto schwerer kommt er ans Ziel. Schwachstellen sind dabei meist Haupteingangstüren, Terrassentüren, Nebentüren, Fenster, Dachfenster oder Kellerschächte. Sicherungstechnische Maßnahmen – elektronische und mechanische – leisten einen großen Beitrag zu Ihrer Sicherheit. Ergänzt durch richtiges Verhalten und nachbarschaftliche Hilfe wird es Gaunern sehr schwer fallen, Einbrüche oder Diebstähle zu begehen. So gehen Täter vor: Einbrecher wählen eher ruhige Wohnsiedlungen aus. Sie beobachten die Häuser und die Gewohnheiten der Bewohner. Sie schlagen meist um die Mittagszeit oder zwischen 17 und 21 Uhr zu. Vorzugsweise werden Terrassentüren oder an der Hausrückseite gelegene Fenster aufgebrochen. Einbrecher suchen Schmuck, Bargeld, Kreditkarten, Münzsammlungen, wertvolle Uhren und so weiter.

Nachbarschaftshilfe trägt zur Sicherheit bei. Wer sich gegenseitig hilft, bei Abwesenheit der Nachbarn Kontrollgänge macht, den Briefkasten leert oder Fensterläden schließt, reduziert das Einbruchsrisiko. Je intensiver der Kontakt zwischen den Bewohnern eines Wohngebiets gepflegt wird, desto sicherer wird diese Wohngegend für alle Bewohner. Zeigen Sie daher Mitverantwortung für Ihre Nachbarn. Miteinander leben heißt auch füreinander da sein.

Richtiges Verhalten, sinnvolle Technik

Nachfolgende Tipps sollen aufzeigen, wie man sich und sein Eigentum wirksamer gegen Einbrecher schützen kann. Dabei ist das richtige Verhalten genauso wichtig wie sinnvolle technische Einbruchsicherungen am Haus. Zwischen einzelnen Sicherungsmaßnahmen gibt es keine genaue Grenze. Mechanische und elektronische Sicherungsmaßnahmen müssen sich ergänzen.

1. Kennen Sie Ihre Wertsachen?
Hand aufs Herz: Können Sie auswendig Ihre Wertsachen (Schmuck, Uhren, Bilder, Teppiche, Antiquitäten und so weiter) vollständig auflisten? Könnten Sie nach einem Diebstahl die Einzelgegenstände genau beschreiben, zeichnen und für die Versicherung belegen? Eine Wertsachenliste ist daher eine unerlässliche Hilfe für das Wiederauffinden und die Zuordnung gestohlener Objekte, für die Ermittlung der Täterschaft und für die rasche Schadenerledigung durch die Versicherung. Erstellen Sie daher vorsorglich ein Eigentums- beziehungsweise ein Inventarverzeichnis. Ein Muster dazu finden Sie auf der Homepage des Bundeskriminalamts unter: www.bundeskriminalamt.at

2. Weitere Sicherheitsvorkehrungen:
Verwenden Sie in den Abendstunden Zeitschaltuhren. Sichern Sie Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter und lassen Sie eine möglichst lückenlose Außenbeleuchtung installieren. Bringen Sie Bewegungsmelder an und beleuchten Sie Kellerabgänge. Außensteckdosen sollten von innen abschaltbar sein, um Einbrechern nicht die Möglichkeit zur Stromabnahme zu geben. Lassen Sie sich nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen. Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Während des Urlaubes oder sonstiger Abwesenheit sollten die Briefkästen geleert und Werbematerial beseitigt werden. Das Haus sollte keinen unbewohnten Eindruck machen. Vergessen Sie nicht, Fenster, Terrassentüre und Balkontüre zu schließen. Verstecken Sie Ihre Wohnungsschlüssel nicht unter Fußabstreifer und Blumentöpfen. Vermeiden Sie unübersichtliche Bepflanzung direkt am Haus. Räumen Sie weg, was Einbrechern nützen könnte (Leitern, Kisten und ähnliches) und sorgen Sie im Winter für Schneeräumung.

3. Sicherung von Türen und Fenstern:
Wenn es darum geht, eine Wohnung oder ein Haus gegen Eindringlinge zu schützen, so sollten Türen und Fenster ganz oben auf der Liste stehen. Bei Neu oder Umbau wird der Einbau von geprüften, Einbruch hemmenden Türelementen nach Ö-Norm B5338 ab der Widerstandsklassen 3, mit Mehrfachverriegelung und Distanzsperre, empfohlen. Bei diesen Produkten sind alle Sicherungen obligatorisch. Einbruchhemmende Türen sind vollständige Türelemente einschließlich Zarge, die dazu bestimmt sind, in eingebautem, geschlossenem und verriegeltem Zustand einen Einbruch zu verhindern beziehungsweise zu erschweren. Gleiches gilt bei Fenstern: Ein hoher Widerstand wird durch Pilzkopfbeschläge und Zwillingsbolzenverschlüsse erreicht. Einbruchshemmende Fenster gibt es in den Widerstandklassen 1 bis 4. Die Art der Rahmen, Scheiben, Gläser und der Verriegelung ergeben zusammen das sichere Fenster. Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen, deren Fenster leicht erreichbar sind, sollten die Fenster und Rahmen so beschaffen sein, dass sie Körpergewalt und einfachen Werkzeugen standhalten. Ein abschließbarer Fenstergriff wird empfohlen.

4. Sicherung von Dachluken:
Auch Dachluken sind nur Fenster. Deshalb sollte der Schutzwert genau so hoch sein wie im Erdgeschoß. Besonders dann, wenn Aufstiegshilfen wie Sichtschutzwände, Blumenspaliere, Gartenmöbel oder frei herumliegende Leitern vorhanden sind.

5. Sicherung von und mit Rollläden:
Rollläden können häufig durch einfaches Hochschieben leicht überwunden werden. Wo Rollläden gegen das Vorziehen und das Hochschieben Widerstand bieten sollen, müssen sie in stabilen, fest verankerten Führungsschienen laufen und durch Stifte oder Sperren im oberen Drittel gesichert sein. Einbruchhemmende Rollläden haben aufgrund des verwendeten Materials und der Konstruktion einen höheren Widerstandswert. Rollläden sollten grundsätzlich nur nachts geschlossen sein und nicht schon tagsüber auf Ihre Abwesenheit hinweisen. Trotz des Einbaues von geprüften einbruchshemmenden Rollläden kann nicht auf die Sicherung der Fenster verzichtet werden.

Prävention, Rat und Hilfe

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen unter der Nummer 059133 gerne für weitere Auskünfte und Hilfe zur Verfügung.

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