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„KSÖ-Tirol Filmspots machen auf häusliche Gewalt aufmerksam“

KSÖ-Tirol Filmspots machen auf häusliche Gewalt aufmerksam

Innenminister stellt USB-Filmsticks für Präventionsarbeit allen NGOs, Landesschulräten und Präventionsbeamten der Polizei zur Verfügung

Gewalt in privaten Haushalten ist leider auch in Österreich keine Ausnahme. Psychische und physische Misshandlung, vor allem gegen Kinder und Frauen, findet sich in allen Bevölkerungs- und Bildungsschichten.

Daher hat sich der Landesklub des Kuratoriums Sicheres Österreich in Tirol Präventionsarbeit gegen „Gewalt in der Privatsphäre“ zum Arbeitsschwerpunkt für die Jahre 2016/2017 gemacht und zum Zwecke der allgemeinen Prävention und zur Unterstützung von NGOs, Schulen und Polizei ein Bündel an Maßnahmen geschnürt.

Der erste Teil dieses Maßnahmenpakets ist fertig gestellt. Uli Brée, einer der renommiertesten Drehbuchautoren in Österreich (Vorstadtweiber), hat sich in den Dienst des Projekts gestellt und im Auftrag des Landesklubs Tirol sowohl das Drehbuch für einen Präventionsspot mitentwickelt als auch die Produktion übernommen. Rachelle Nkou fungierte als Regisseurin und setzte gemeinsam mit ausgesuchten Künstlern als Sprecherin die von ihr gelieferten Texte in die Spottrilogie um. Bilder einer ordentlichen, harmonisch wirkenden Wohnung erhalten durch den Offtext eine völlig andere Dimension. Sie machen betroffen, nachdenklich und aufmerksam ohne Bilder der Gewalt zu zeigen. Aufgrund dieser hervorragenden Initiative des KSÖ Tirol stellte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka, der sich von der besonderen Wirkung der Kurzfilme beim Sicherheitsevent am 05.10.2016 in Innsbruck selbst überzeugen konnte, im Zusammenhang mit dem Projekt GEMEINSAM.SICHER in ÖSTERREICH diese Spots per USB-Stick allen einschlägigen NGO-Einrichtungen sowie den Landesschulräten und Landesschulratsdirektoren in Österreich und intern den Präventionsbeamten der Polizei in allen Bundesländern für ihre wertvolle Präventionsarbeit sowie Aus- und Fortbildung im Innenministerium zur Verfügung.

 

„Sie leisten mit Ihrer Präventionsarbeit einen wertvollen Beitrag in unserer Gesellschaft. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement in der täglichen Arbeit“, führte Mag. Sobotka in seinem Brief an die NGOs, Landesschulräte und Präventionsbeamten der Polizei an.

 

Die Filmspots sind auch auf den Homepages des KSÖ-Tirol (http://kuratorium-sicheres-oesterreich.at/landesklubs/tirol/) sowie des Bundeskriminalamts (https://www.­youtube.com/­user/Bundes­kriminal­amtOE) abrufbar.

vl. Landesschulinspektor Werner Mayr, Schuldirektorin Henriette Eberwein, LH Günther Platter, LRin Christine Baur und Landespolizeidirektor Mag. Helmut Tomac

vl. Landesschulinspektor Werner Mayr, Schuldirektorin Henriette Eberwein, LH Günther Platter, LRin Christine Baur und Landespolizeidirektor Mag. Helmut Tomac

Landesschulinspektor Werner Mayr, Schuldirektorin Henriette Eberwein, Mag. Helmut Tomac, LH Günther Platter und LRin Christine Baur mit Schülerinnen und Schülern der Neuen Mittelschule Wilten, die sich im Unterricht bereits mit dem Inhalt des Präventionsspots „Gewalt in der Privatsphäre“ auseinandergesetzt haben.

Landesschulinspektor Werner Mayr, Schuldirektorin Henriette Eberwein, Mag. Helmut Tomac, LH Günther Platter und LRin Christine Baur mit Schülerinnen und Schülern der Neuen Mittelschule Wilten, die sich im Unterricht bereits mit dem Inhalt des Präventionsspots „Gewalt in der Privatsphäre“ auseinandergesetzt haben.

 

 

Übergabe KSÖ-Filmspots in Tirol an Landeshauptmann

„Berührende und zugleich bedrückende Filmspots, die keine Gewalt, ja nicht einmal Menschen zeigen und trotzdem das Thema häusliche Gewalt eindrücklich darstellen: Dies ist mit den Kurzfilmen ‚Gewalt in der Privatsphäre‘ gelungen“, betonte Landeshauptmann Günther Platter anlässlich der Übergabe der ersten von 600 USB-Sticks mit den drei Filmspots durch Landespolizeidirektor und KSÖ-Tirol Präsident Mag. Helmut Tomac am 25. November 2016 an die Schüler und Schülerinnen der Neuen Mittelschule Wilten in Innsbruck.

Der Zeitpunkt dafür war bewusst gewählt, da an diesem Tag die jährliche Präventionsaktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ gestartet worden ist. Während dieser Veranstaltungstage wurde bis 10. Dezember 2016 in  ganz Österreich – insbesondere auch in den Schulen-   auf die Problematik von häuslicher Gewalt hingewiesen.

 

„Häusliche Gewalt passiert meist hinter verschlossenen Türen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es sei daher wichtig, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Kinder und Jugendliche sind oft Zeugen, aber auch Opfer von häuslicher Gewalt, daher muss ihnen Mut gemacht werden, Gewalt nicht hinzunehmen und zu verheimlichen, sondern sich an Vertrauenspersonen zu wenden“, sagte Frauenlandesrätin Christine Baur.

 

„Im Auftrag des KSÖ-Tirol wurden die Spots in Zusammenarbeit mit dem bekannten Drehbuchautor Uli Breè realisiert. Sie sollen in ganz Österreich NGOs in ihrer schwierigen Arbeit unterstützen, in der polizeilichen Präventionsarbeit und Ausbildung verwendet werden sowie dem Lehrkörper in Schulen zur Verfügung stehen. Denn häufig sind nicht nur Elternteile Opfer von Gewalt in den eigenen vier Wänden, sondern auch Kinder. Die Kurzfilme zeigen auf, dass Gewalt in der Privatsphäre keine Privatsache ist und uns alle angeht“, erläuterte Landespolizeidirektor Mag. Tomac die Intention der Filmspots.

 

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