KSÖ Rechts- und Technologiedialog „Sicherheitspolitische Risiken importierter Schlüsseltechnologien“

Unsere Gesellschaft ist sehr stark von digitalen Telekommunikationstechnologien abhängig. Einzelnen Technologien kommt aufgrund des häufigen Einsatzes oder ihrer Rolle als Basistechnologie eine höhere Bedeutung zu als anderen. Viele dieser Schlüsseltechnologien werden im außereuropäischen Ausland hergestellt oder einzelne Komponenten, die im außereuropäischen Ausland gefertigt wurden, werden eingebaut. Die Eigentumsverhältnisse und Einflussfaktoren sind bei den Herstellern allerdings nicht immer nachvollziehbar.

Das Kuratorium Sicheres Österreich stellte sich daher im Rahmen des fünften Rechts- und Technologiedialoges (RTD) Ende September dem Thema „Sicherheitspolitische Risiken importierter Schlüsseltechnologien“. Auf dem digitalen Panel diskutieren SC Mag. Andreas Reichhardt vom BMLRT, DI Lampert Scharwitzl vom BMLV, MR Kurt Hager vom BMI, MMag. Juliane Messner von GEISTWERT Rechtsanwälte, Mag. Florian Pauli von der A1 Telekom Austria und Univ. Prof. Thomas Lindner von der Universität Innsbruck und WU Wien.

Die Panelteilnehmerinnen und Panelteilnehmer waren sich einig, dass die Technologieentwicklung in Europa sicher gestaltet sein muss. Aufgrund der Kurzlebigkeit der Bereiche Informationstechnologie und Technologie muss der Fokus auf innovative Forschung gelegt werden. Es braucht freie Forschung, Innovationsmöglichkeiten und eine Start-up Kultur. In der EU sind bereits Lösungen für importierte Schlüsseltechnologien vorhanden. Europa könnte noch, wenn dies auch nicht ganz einfach ist, hinsichtlich Schlüsseltechnologien global aufholen.

SC Mag. Reichhardt sprach in seinem Impulsvortrag unter anderem über die Wichtigkeit der verfügbaren Kompetenzen in Europa und das Anstreben, das Knowhow und die Produktion von Schlüsseltechnologien, wieder nach Europa zurückzuholen. In einer immer komplexer werdenden Welt ist die Positionierung Europas von großer Bedeutung. Digitale Sicherheit und Souveränität von Schlüsseltechnologien ist für Europa auch insofern entscheidend für welche Rolle es spielen möchte - weiter aktiv oder auf den Zuschauerplätzen führte an.

„Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Inneres (ko)finanziert.“