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Studie Gewaltprävention

Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) engagiert sich seit mehr als 40 Jahren in der Arbeit für mehr Sicherheit in Österreich. Prävention und Bewusstseinsbildung sind dabei zwei wesentliche Arbeitsprinzipien, die das KSÖ in unterschiedlichsten Themenfeldern umzusetzen versucht.

Gewaltprävention ist ein zentrales Handlungsfeld in der Präventionsarbeit des KSÖ. Das KSÖ versucht dabei gemeinsam mit staatlichen Akteuren, mit Expertinnen aus der Wissenschaft und mit Nicht-Regierungsorganisationen Kompetenzen aufzubauen, an MultiplikatorInnen weiterzugeben und so die Perspektiven für (potentielle) Opfer von Gewalthandlungen zu verbessern. Mit der vorliegenden Publikation soll ein Prozess eingeleitet werden, der die Erarbeitung eines von allen relevanten Stake-Holdern mitgetragenen Indikatorenmodells
zur systematischen Erfassung von Dimensionen und Prävalenz von Gewalt in Österreich ermöglicht. Unser Ziel dabei ist es, mittels statistischer Indikatoren ein Steuerungsinstrument zu entwickeln, das es Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft ermöglicht, aus aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen die notwendigen und richtigen Steuerungsmaßnahmen abzuleiten. Das ist unser Anspruch und diesem Ziel gilt unsere gemeinsame Anstrengung.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Download: Studie Gewaltprävention2017

Cyberkids

Nach dem großen Erfolg der letzten Kinderpolizeibezirkstouren findet auch im Schuljahr 2017/2018  wieder eine Kinderpolizeitour statt, die in allen Tiroler Bezirken Halt macht. Neben der Verkehrserziehung steht heuer mit dem Präventionsprojekt „Cyberkids“ der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet auf dem Programm. An der vom Kuratorium Sicheres Österreich Landesklub Tirol organisierten „Cyberkids – Kinderpolizei – Bezirkstour“  werden insgesamt wieder mehr als 5000 Kinder teilnehmen

Seit Herbst 2016 wird in Tiroler Volksschulen, als Erweiterung des seit Jahren sehr erfolgreichen Kinderpolizeiunterrichtes, mit dem Projekt der Polizei „Cyberkids“ Kindern im Alter zwischen acht und zehn Jahren von speziell ausgebildeten Kinderpolizeitrainern ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet vermittelt und auf die Gefahren im World Wide Web hingewiesen.

 

Am 15.November 2017 fand der letzte Tag der Bezirkstour Oberland statt. Mehr als 700 Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Die Schülerinnen und Schüler der Volksschulen Fiss und Ischgl, erhielten, nachdem sie die Cyberkids Ausbildung erfolgreich absolviert hatten ihre Auszeichnungen. Den krönenden Abschluss feierten alle gemeinsam bei einem Konzert von „Bluatschink“ Toni Knittel.

 

 

KSÖ Cybersecurity Planspiel – Praxistest für EU-Richtlinie

Bereits zum vierten Mal veranstaltete das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) von 6. bis 7. November ein Cybersecurity-Planspiel. Dabei wurde einmal mehr die Fitness Österreichs im Kampf gegen Cyberattacken, Spionage und Onlinebetrug einer Nagelprobe unterzogen. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und dem AIT Austrian Institute of Technology probten rund 200 heimische IT-Sicherheitsexpertinnen und IT-Sicherheitsexperten aus 32 namhaften Organisation, bestehend aus Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft den Ernstfall und stellten die aktuelle EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS) und die Datenschutzgrundverordnung interaktiv auf die Probe.

Staat und Wirtschaft proben technische Cybersecurity Zusammenarbeit

Nach den organisatorischen und rechtlichen Aspekten der letzten drei Jahre stand beim diesjährigen Planspiel der technische Charakter im Mittelpunkt. So wurden in den letzten beiden Tagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Angriffsszenarien auf Betreiber kritischer Infrastrukturen konfrontiert. Besonderes Augenmerk galt dem Zusammenspiel zwischen Staat (BMI, BMLVS, BKA, BMeiA) und Wirtschaft sowie den interorganisatorischen Bindegliedern (CERT.at, GovCERT und erstmals Austrian Energy CERT). „Das KSÖ will dabei zeigen, wie praxisfit sich die Cybersecurity-Zusammenarbeit hinsichtlich der NIS-Richtlinie erweist“, betont KSÖ-Präsident Mag. Erwin Hameseder. „Nur in der praxisnahen Simulation können Schwachstellen herausgearbeitet und in Zukunft auch beseitigt werden. Ein funktionierender Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden kann eine weitreichende digitale Sicherheit gewährleisten.“

Das AIT gestaltete als Spielleiter die technische Komponente des Planspiels mittels ihres modernen Cyber Security Trainingszentrums, der AIT „Cyber Range“. „Das Ausmaß und die Professionalität von Cyber-Bedrohungen haben sich in den letzten Jahren wesentlich verändert. Diese massive Entwicklung stellt die Industrie und die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Es braucht daher ein umfassendes Bewusstsein aller Stakeholder, um eine gemeinsame sichere, globale Infrastruktur für unsere digitale Gesellschaft zu bauen und unsere Privatsphäre umfassend zu schützen. In diesem Kontext hat das AIT eine besondere IT-Trainingsplattform aufgebaut, um Cyber Security Übungen für Unternehmen anbieten zu können.“ so Helmut Leopold, Head of Center for Digital Safety & Security, AIT (www.ait.ac.at/cyberrange/).

vl.l.n.r. Spanner, Ledinger, Linhart, Kardeis, Hameseder, Kaponig, Leopold

Das Szenario: Terrorbedrohung während EU-Ratspräsidentschaft

Das Rahmenszenario orientierte sich an einer fiktiven Bedrohung während der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft Österreichs und den Brexit-Verhandlungen. Annahmefall: Drohungen terroristischer Gruppen gegen Betreiber kritischer Infrastrukturen in Österreich um politische Ziele zu erreichen. Dabei wurde darauf geachtet, dass nicht nur spezielle IT Fachleute, sondern auch klassische Anwender von IT Systemen insofern eingebunden werden, sodass die gestellten Aufgaben ohne besondere Vorkenntnisse zu bewerkstelligen waren und dennoch ein maximaler Lerneffekt geboten wurde.

Der erste Tag (6. November) zielte auf die Schulung und Übung von aktuellen Cyberangriffen, -techniken und -lösungen anhand eines praxisnahen Beispiels von modernen digitalen industriellen Steuerungssystemen wie z.B. in der Energieversorgung ab. Gruppengrößen von etwa 3 Personen (10 Teams) und die Betreuung durch Expertinnen und Experten mit weitreichender Erfahrung im Cybersecurity Kontext gewährleisten das rasche Erlernen, Erkennen und Analysieren von Cyber-Angriffen. Zielgruppe des ersten Tages waren vor allem technische Expertinnen und Experten (Security Spezialisten, CERT-Mitarbeiter) sowie interessierte Manager und Behördenvertreterinnen und -vertreter.

Der zweite Tag (7. November) knüpfte an die Tradition der vorherigen Planspiele an und behandelte Kommunikationswege und Prozesse zwischen allen Beteiligten. Das Szenario beinhaltete im Kern Interaktionselemente zwischen den Akteurinnen und Akteuren (d.h. kritische Infrastrukturbetreiber, CERT.at und Austrian Energy CERT, Behörden) und technische Aufgaben anhand von Beispielen aus der Energieversorgung. Die Akteurinnen und Akteure analysierten im Zuge des Tages, welche organisationsinternen Maßnahmen möglich und welche Inhalte auszutauschen und zu berichten sind, um die Schadensreichweite diverser Störfälle (als Aufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden) so gering wie möglich zu halten. Im Fokus standen folglich auch das gegenseitige Verstehen der unterschiedlichen Perspektiven und Handlungsdimensionen von Unternehmen, Behörden und CERTs.
Zielgruppe dieses Tages waren die technischen Expertinnen und Experten des ersten Tages plus das deren Management bzw. die Führungsebene. An diesem Tag gab es auch für externe Beobachterinnen und beobachter die Möglichkeit das Planspielgeschehen und ergänzende Vorträge zu verfolgen.

Neue Initiative Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft Österreich

Ab 2018 startet das KSÖ gemeinsam mit SBA Research eine neue Vernetzungsplattform zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Zivilgesellschaft zur sicheren Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft.

Weitere Informationen finden Sie hier: Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft_Folder