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KSÖ Sicherheitsenquete 2017

Das Kuratorium sicheres Österreich (KSÖ) hat am Montag den 12.06.2017 zur Sicherheitsenquete ins Haus der Industrie in Wien geladen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Sicherheit und Technologie in einem sich grundlegen verändernden Umfeld.“ Im Fokus stand die steigende Cyberkriminalität. Dazu gab es Vorträge und Diskussionsrunden. „Das Thema ist noch nicht so sehr im Bewusstsein der Menschen verankert, wie es notwendig wäre“, attestiert Innenminister Wolfgang Sobotka in seiner Rede zum Auftakt der Enquete.

Im Rahmen der Sicherheitsenquete gab ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes Einblicke in seine Sicht auf globale Cyber-Bedrohungsszenarien. Cameron Colquhoun hat für den GCHQ gearbeitet und später sein eigenes Cybersicherheits-Beratungsunternehmen, Neon Century Intelligence, gegründet.

Während seiner Tätigkeit für den britischen Geheimdienst hat Calquhoun unter anderem die Online-Strategien der Al Kaida untersucht. Die Terrororganisation war für den Agenten eine Art Coca Cola: „Es war klar, dass ein Pepsi kommen muss.“ Mit dem IS ist dieses Szenario auch eingetreten. Die Organisation sei mit der Zeit gegangen und habe das Internet für seine Zwecke benutzt.

Das KSÖ dient dem Innenministerium als enger Berater. Die Empfehlungen des Vereins flossen etwa in das geplante Cybersicherheitsgesetz ein, das laut Sobotka möglichst noch vor der Wahl im Herbst beschlossen werden soll. Das auf einer EU-Richtlinie basierende Gesetz sieht unter anderem einen verpflichtenden Nachweis für Unternehmen vor, ausreichend vor Hacker-Angriffen geschützt zu sein.

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Sicherheitskonferenz Steiermark

Rückblick Sicherheitskonferenz Steiermark

Cyber Security/Cyber Crime/Cyberspionage

Die Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft in eine digitale Welt kann nur gelingen, wenn die Themen Datenschutz und Datensicherheit in der Umsetzungsstrategie einen zentralen Stellenwert erhalten. Der souveräne Umgang mit digitalen Anwendungen und Technologien erfordert nämlich nicht nur kompetente Nutzer, die es verstehen mit den neuen Innovationen umzugehen, sondern auch sichere Systeme, die den Schutz der unternehmens-internen Infrastrukturen und Betriebssysteme vor Spionage und Internetkriminalität garantieren. 

Zweifelsohne zählte  die am  29. Mai 2017 in Graz stattgefundene  STEIERMARK KONFERENZ unter dem Motto „SICHERHEIT IM DIGITALEN ZEITALTER“  zu den  bisherigen Höhepunkt der KSÖ Landesgruppe Steiermark  unter Präsident HR Mag Josef Klamminger und seinen Mitstreiterinnen – Landespolizeidirektion Steiermark, Wirtschaftskammer Steiermark, bit media e-solutions GmbH usw.  Die Veranstaltung  erwies sich als hochkarätige Experten- und Diskussionsplattform welche sich  mit den Herausforderungen in den Bereichen der kritischen Infrastruktur, CyberSecurity sowie der Auswirkungen der EU-Datenschutzverordnung 2018 für UnternehmerInnen und Einzelpersonen auseinandersetzte.

Das dieses Thema unter den Nägel brennt zeigte nicht nur  der übervolle Europasaal in der Wirtschaftskammer Steiermark, sondern auch die Anwesenheit von Wirtschaftskammer Präsident Ing Josef Herk und Wirtschaftskammer Direktor Dr. Karl Heinz Dernoscheg, Labg. Klaus Zenz in Vertretung von Lhstv. Schickhofer sowie  DI (FH)  GR. Markus Schimautz in Vertretung von Bürgermeister Mag Siegfried Nagl.  

Wirtschaftskammer Präsident Di Josef Herk  betonte in seinen Grußworten, das Cybersicherheit nicht nur den Bereich IT angeht, sondern auch alle organisatorischen Abläufe eines Unternehmens. Daher hat das Thema  nicht nur eine sehr hohe Relevanz bei Unternehmen, sondern  sei es enorm Wichtig hier  zukünftig in Richtung Bewusstseinsbildung von UnternehmerInnen und deren MitarbeiterInnen ein noch größeres großes Augenmerk zu legen.

Das Cybersicherheit nicht nur Privatpersonen betrifft, das zeigte DI Mag Tomek in seinen Ausführungen „Kritische Infrastruktur“  deutlich auf, welcher  Auszüge einer aktuellen Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG präsentierte. 30 Prozent der befragten Unternehmen gaben laut dieser Untersuchung an, schon einmal durch ein Cybercrime-Delikt geschädigt worden zu sein. „Sowohl Klein- und Mittelbetriebe als auch die großen Konzerne müssen ihr Bewusstsein in Bezug auf Cybersicherheit noch schärfen“, erklärt Andreas Tomek, KPMG-Partner im Bereich Advisory.  „Unternehmen benötigen eine ganzheitliche Perspektive, um sich den Herausforderungen der Cyberkriminalität wirksam stellen zu können“  Gefragt ist ein integrierter und ausgewogener Ansatz, der Menschen und Prozesse ebenso berücksichtigt wie die entsprechenden Technologien. Die wichtigste Schlussfolgerung jedoch lautet: Cyber-Security muss endlich „Chefsache“ werden.   

Chefinspektor Klaus Murtinger und Abteilungsinspektorin Daniela Schuster berichteten aus ihren Alltag und den damit verbundenen Herausforderungen in der polizeilichen Ermittlungsarbeit.  

Im Expertentalk an dem Alexander Janda-Generalsekretär des Kuratoriums Sicheres Österreich, Landespolizeidirektor HR. Mag Josef Klamminger, DI Mag Andreas Tomek- Mitglied des KSÖ, Partner KPMG, Mag. Dr. Wolfgang Schinagl -Abteilungsleiter Technische Infrastruktur, der WkStmk, sowie DIpl. Betriebswirt Manfred Brandner-CEO bit media e-solutions GmbH kristallisierte sich nochmals heraus das Schäden nach einem Cyberangriff oft sehr groß und nachhaltig sind. Unternehmen sind oft von Angriffen auf Ihre Netzwerke  nicht nur überfordert, sondern reagieren oft zu langsam und sind dadurch einen Schritt hinter den Cyber Kriminellen.  Reputationsverlust, Kundenverlust, Sanierungskosten, Umsatzeinbrüche sowie der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit schwächen das attackierte Unternehmen für einen langen Zeitraum. Die Geschäftsführung muss das Bewusstsein für dieses Thema schärfen sowie Möglichkeiten zur Bewusstseinsbildung, wie z.B. durch Schulungen und Revision der Prozesse und Kontrollen, schaffen. Nur so  können sich Unternehmen langfristig gegen Cyberkriminalität wehren

Das KSÖ-Kuratorium Sicheres Österreich ist ein gemeinnütziger unabhängiger Verein, der es sich als nationale Vernetzungs-und Informationsplattform für Themen der Inneren Sicherheit zum Ziel gesetzt hat, Österreich sicherer zu machen. Das Kuratorium fungiert als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Forschung, Behörden und Gesellschaft und trägt als Kompetenznetzwerk dazu bei, die relevanten Akteure zusammenzuführen um gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten.

Infos zum KURATORIUM SICHERES ÖSTERREICH unter folgenden Link: https://kuratorium-sicheres-oesterreich.at/themen/